Unsere Produktion „Piranesi – Architekt der Fantasie“ ist am 17. Januar um 22:55 Uhr auf ARTE zu sehen und kann anschließend in der Mediathek gestreamt werden. Der Film von Henrike Sandner ist ein Künstlerportrait über den italienischen Architekten und Kupferstecher Giovanni Battista Piranesi.

Der Architekt, der Rom neu erfand: Piranesi und seine Visionen

Giovanni Battista Piranesi – der italienische Architekt, Kupferstecher und Archäologe wurde von seinen Zeitgenossen Ende des 18. Jahrhunderts als „Rembrandt der antiken Ruinen“ getauft. Rom war Piranesis Inspiration, seine Lebensaufgabe und wenn man so will, erfand er Rom in seinen zahlreichen Veduten noch einmal neu. Piranesi hat unser Bild von der „Ewigen Stadt“ für immer geprägt. Zu seinen Lebzeiten war er ein geachteter römischer Künstler und Geschäftsmann. Berühmt wurde er nach seinem Tod vor allem wegen seiner rätselhaften Kerkerdarstellungen, den „Carceri“. Piranesis fantastisches Werk scheint bis heute weiter zu wirken, als unerschöpfliche Quelle für Künstler und Denker.

Auf Piranesis Spuren in Rom und der ganzen Welt

Der Film begibt sich auf die Spuren des in Venedig geborenen Künstlers. Internationale Expert*innen beschreiben und interpretieren Piranesis Werke und seinen Werdegang. Die Reise beginnt in Rom, der Wahlheimat Piranesis, die ihn und sein Lebenswerk maßgeblich beeinflusste. Aber auch der New Yorker Kurator John J. Marciari kommt mit seinen Einschätzungen zu Piranesi zu Wort, ebenso wie der begeisterte Kunstsammler Martin Meyer aus der Schweiz. Die Werke und Architekturfantasien Piranesis sind auf der ganzen Welt zu finden, auch in Deutschland, im Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.

Doch weltweit gibt es nur ein tatsächlich von Piranesi entworfenes Gebäude, die Santa Maria del Priorato auf dem Aventin-Hügel in Rom. Im Jahr 1764 – auf dem Höhepunkt seiner Karriere – erhielt Giovanni Battista Piranesi den Auftrag zur Neugestaltung dieser Kirche des Malteserordens. Sein einziges architektonisches Werk wurde später auch zu seiner letzten Ruhestätte. Und irgendwie passt es zu diesem rätselhaften Künstler, dass sich sein Grab und die von ihm umgebaute Kirche heute hinter einem üppig verzierten Portal verbergen. Der Ort ist heute für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Eine Attraktion ist das stets verschlossene Tor aber trotzdem. Jeden Tag sammelt sich hier eine Menschenschlange, die geduldig ansteht, um einen Blick durch das Schlüsselloch zu werfen, um dadurch die vielfach vergrößerte Kuppel des Petersdoms zu sehen.

Sendetermin

Am 17. Januar um 22:55 Uhr zeigt ARTE den 52-minütigen Film von Autorin Henrike Sandner erstmalig im TV. Anschließend steht die Doku wie gewohnt in der ARTE-Mediathek zur Verfügung. Weitere Neuigkeiten und Sendehinweise veröffentlichen wir natürlich über unsere News, bei Facebook oder Instagram.