Piranesi – Architekt der Fantasie
D 2024
Giovanni Battista Piranesi – der italienische Architekt, Kupferstecher und Archäologe wurde von seinen Zeitgenossen Ende des 18. Jahrhunderts als „Rembrandt der antiken Ruinen“ getauft. Rom war Piranesis Inspiration, seine Lebensaufgabe und wenn man so will, erfand er Rom in seinen zahlreichen Veduten noch einmal neu. Piranesi hat unser Bild von der „Ewigen Stadt“ für immer geprägt. Zu seinen Lebzeiten war er ein geachteter römischer Künstler und Geschäftsmann.
Aber erst nach seinem Tod wurde er berühmt. Ironischerweise mit nur einem kleinen Teil seines riesigen Werkes – mit 16 Blättern seiner rätselhaften Kerkerdarstellungen, den „Carceri“. Bis heute versuchen Kunsthistoriker zu ergründen, was Piranesi mit diesen endlosen surrealen Räumen, in denen Treppen oder Brücken ins Nirgendwo führen, ausdrücken wollte. Entwarf Piranesi eine düstere Vision eines negativen Zukunftsstaates? Sah er so die Welt? Oder waren diese grafischen Fantasien nur Ausdruck seines Unmutes, als Architekt nur auf dem Papier wirksam werden zu können?
Ob der Psychoanalytiker Siegmund Freud, der Regisseur Fritz Lang oder auch der Architekt Daniel Libeskind – sie alle wurden auf ganz verschiedene Weise von Piranesi und seinen Bildwelten inspiriert. Denn Piranesis fantastisches Werk scheint bis heute weiter zu wirken, als unerschöpfliche Quelle für Künstler und Denker.
Regie
Henrike Sandner
Produktion
In One Media
Technische Daten
Länge: 52 min
















