„Wir sind auf der Bahn“ – Ein essayistischer Dokumentarfilm
Das Kino-Debüt von Autorin und Regisseurin Jasmin Mimi Lakatoš kommt ganz frisch aus der Postproduktion und ist bereit für die Festivalsaison! Wir bedanken uns beim kompletten Team und allen Mitwirkenden sowie bei der Mitteldeutschen Medienförderung für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung.
Eine emotionale Bilderreise
Der Tod eines geliebten Menschen verändert alles. Besonders dann, wenn es die eigene Mutter ist. Jasmin Mimi Lakatoš gibt durch ihren Debüt-Kinofilm Wir sind auf der Bahn einen tiefen Einblick in diesen Lebenseinschnitt. Begleitet wird sie dabei von ihrer Tochter, die ihre Großmutter verliert und gleichzeitig miterlebt, wie die eigene Mutter trauert. Der Dokumentarfilm Wir sind auf der Bahn nähert sich diesem Verlust auf leise, ehrliche Weise und begleitet eine Tochter und ihr Kind wortwörtlich auf ihrem Weg durch Trauer und Erinnerung. Dabei spielen die stundenlangen Anfahrtswege zur Mutter bzw. Großmutter eine besondere Rolle, sie bieten Zeit zum Nachdenken, Verarbeiten, aber auch Zeit für Zweisamkeit zwischen Mutter und Tochter. Wir sind auf der Bahn ist eine universelle Erfahrung, die ein breites Publikum berührt, weil sich jede*r auf eigene Weise in den Momenten von Abschied und Erinnerung wiederfinden kann.
Synopsis
Wie kommt eine Erinnerung und warum geht sie fort? Die mich quält bleibt, die ich halten will, geht.
Der Krebs nimmt die Mutter, die Tochter will sie nicht verlieren. Wann wird es das letzte Mal sein, dass sie mit ihrer Tochter die 500 Kilometer zur Mutter fährt? Die Autobahn wird zum Ort des Gedankenflusses. Rastplätze formen neue Rituale zwischen Hoffnung, Erschöpfung und Nähe. Die Autobahnkirchen zeigen Mimi, dass sie mit ihrer Aufgabe nicht allein ist. Während sie Erinnerungen bewahren will, lebt das Kind im Moment und führt schlussendlich alle zusammen.
Der essayistische Dokumentarfilm verwebt beiläufige Momente im Zusammenspiel dreier Generationen und macht erlebbar, wie liebevolle Erinnerungen entstehen. Eine Beobachtungsreise entlang der Frage, die alle betrifft: Was bleibt von der Mutter? Und was bleibt vom Weg?
Über die Autorin
Geboren (1987) im Bergischen Land bei Köln, über Stationen in Südosteuropa, lebt die Autorin und Regisseurin Jasmin Mimi Lakatoš mit ihrer Tochter in Leipzig. Sie schreibt, entwickelt und dreht seit über 15 Jahren dokumentarische Filme fürs deutsche und europäische Fernsehen. Seit jeher sammelt sie Zettel mit kleinen Botschaften, abgerissene Eintrittskarten vom Familienausflug und erstellt noch immer Fotoalben zum Umblättern.
Den Weg zum Kinodebüt eröffnete sie sich vor fünf Jahren, als der essayistische Dokumentarfilm Wir sind auf der Bahn im TP2 Talentpool in die Entwicklung ging und anschließend in das Pilotprogramm der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) aufgenommen wurde. Über die Jahre entwickelte Jasmin Mimi Lakatoš ihre filmische Handschrift als Künstlerin, die verschiedene Zeitachsen und originale Archivstücke miteinander verwebt. Die Filmmusik für Wir sind auf der Bahn komponierte und spielte sie mit ihrem Akkordeon ein.
Wie es weiter geht
In den kommenden Monaten wird der Film bei deutschen und internationalen Festivals eingereicht, eine Kinotour soll 2027 folgen. Weitere Neuigkeiten zu Festivalteilnahmen und Kinovorführungen veröffentlichen wir natürlich über unsere News Section on Facebook or Instagram.
